Kreisel

Wiedermal in Porto, diesmal mit meiner Mutter. Die natürlich mit muss in die spektakulären Markthallen. Den bunten Ständen mit heimischem Obst und Gemüse. Getrockneten Fischen, selbst gemachten Marmeladen, Krimskrams aus Kork und Selbstgestricktem. Dazwischen Spielzeug, an dem wir erst vorbei gehen wollen.

Bis sich der Verkäufer einschaltet. Seine Kreisel anpreist. Besondere Kreisel, bei denen man beherzt eine Schnur ziehen und den Kreisel auf den Boden krachen lassen muss. Wo er sofort rotiert, ein schönes verwischtes Muster auf der Oberfläche. „Auch mal?“, fragt er in schwer verständlichem Englisch. Und hält meiner Mutter einen Kreisel hin.

Die lacht und macht. Zieht fest an der Schnur. Lässt den Kreisel aufknallen. Und schaut fasziniert dem Drehen zu. Lachend. Nimmt den ruhenden Kreisel auf, lässt sich mit der Schnur helfen und legt gleich noch einmal los. Und noch einmal. Um uns herum Menschen, die stehen bleiben. Zuschauen. Mit schweren Einkaufstüten in den Händen.

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