Bisschen neidisch

Eine Szene wie im schlechten Film. Eine Taube hat mich angeschissen. Mitten in der Stadt. Mitten auf die Jacke. Wenigstens nicht auf meinen Kopf. Und zum Glück lässt mich die verständnisvolle Thekenfrau im Café sofort nach hinten durch gehen.

Und so stehe ich auf der Damentoilette und wasche mit spitzen Fingern und viel Papiertüchern das gelblich-weiße Zeug aus dem dunklen Stoff. Zum Glück erfolgreich. Auch wenn es mich vor Ekel schüttelt.

Die Frau neben mir macht sich ausgiebig frisch. Dazwischen verstohlene Blicke auf meine Aktion. Schließlich die knappe Frage: „Vogelschiss?“. Knapp nicke ich zurück. „Bei uns bedeutet das Glück“, wendet sie sich mir zu, den Lippenstift in der Hand. „Da bin ich jetzt wirklich ein bisschen neidisch!“

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