Feigensenf

Besuch auf dem Lieblingsmarkt. An einem Tag, an dem alles stimmt. Beeren- und Spargelzeit, strahlende Sonne und ein Samstag ohne Termine. Nach unserer großen Runde sitzen wir neben vollen Einkaufstrolleys im Café am Rande des Platzes. Genießen Leben, Cappucino, buntes Gewusel.

Bis uns einfällt, dass wir die Auberginen vergessen haben. Ganz Gentleman zieht der Mann, den ich liebe, nochmal los. Schnell, bevor die Stände schließen. Als er zurückkommt, grinst er schief. Legt zu der Auberginentüte zwei Stiegen Feigen auf den Tisch. Reife Feigen, denen er nicht widerstehen konnte. So, wie sie aussehen. Und für den Preis, den der Verkäufer kurz vor Schluss rausgehauen hat.

„Einfach Feigensenf draus machen“, rät die Kellnerin ungefragt im Vorbeigehen. „Mach ich auch später.“ „Gute Idee“, sage ich, nehme eine Feige in die Hand. Weich, saftig, süß.

 

 

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