Fünf Dinge

Sieben Uhr am Montagmorgen, und ich sitze im Zug. Viel zu früh zum Lesen. Also starre ich aus dem Fenster. Ärgere mich, dass ich die Kopfhörer vergessen habe. Hinter mir nämlich ein alleinunterhaltender Pendler mit Kollegin. Mit tollem Kochevent am Samstagabend. Einer klaren Meinung zum gestrigen Tatort. Einem unfassbaren Kurzurlaub in drei Wochen.

Und einer kurzen Pause zum Luftholen, in die die Kollegin die einzig richtige Frage stellt: „Woher nimmst du diese Energie um die Uhrzeit?“. Die Antwort prompt: Einfach den Wecker eine Viertelstunde früher stellen. „Und jeden Morgen fünf Dinge überlegen, auf die ich mich heute freue!“

Pommes-Tag in der Kantine, zum Beispiel. Champions League am Abend, die Zugfahrt mit der Kollegin. Die lacht, doch einen Moment zu spät. Vielleicht schaut auch sie auf die Wolken. Kitschig-rosa in der aufgehenden Sonne.

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