Herbst

Bis zur Ankunft der Straßenreinigung ist der Rentner mit Hund bestimmt eine Viertelstunde hin- und her spaziert. Zeit genug, sich richtig ins Anliegen rein zu steigern. Und so engagiert loszulegen, dass auch ich hinter meinem Fenster mitbekomme, worum es geht.

Überall Laub. Auf den Autos und – schlimmer noch –  den freien Parkplätzen, den Gehwegen. Um 11 Uhr, mit Tippen auf die Armbanduhr betont. Der Mann in Orange nimmt es professionell. Zückt den Besen und macht sich routiniert an die Arbeit ohne Aufmerksamkeit für den Kontrollblick des Rentners.

Als ich das nächste Mal aufsehe, sind beide weg. An den zusammengekehrten Blättern eine Rentnerin. Mit Hund. Ein kleines weißes Fellknäuel, das sich schwanzwedelnd in den Haufen stürzt. Verschwindet und wieder raus kommt, scharrt und sich wälzt und bellend den fliegenden Blättern hinterher springt.

1 Kommentar

  1. In diesem Jahr sind die Blätter spät gefallen. Weil es so lange warm war.
    Unser Hausbaum verlor sie dann am ersten frostig-windigen Tag, alle auf einmal.

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